Katzenstreu

Katzenstreu – Alles was Katzen brauchen

Die Auswahl an Katzenstreu ist groß. Welche Streu das Passende ist, ist abhängig von Ihren Bedürfnissen. Generell unterscheidet man zwischen klumpender und nicht klumpender Streu. Wir erklären, worin genau der Unterschied liegt. Wir haben mal die 5 sinnvollsten Arten von Katzenstreu aufgelistet, mit allen Vorteilen und Nachteilen.

1. Die Klumpende Streu

Die klumpende Streu ist aus mineralischem Bentonit-Granulat gefertigt. Dabei handelt es sich um ein Tongestein. Allerdings ist auch eine pflanzliche Variante auf dem Markt erhältlich. Kommen die Körnchen mit Flüssigkeit in Kontakt, bilden diese Klumpen. Das hat den Vorteil, dass Urin und Kot sofort eingeschlossen werden. Mithilfe einer Schaufel können die Klumpen problemlos beseitigt werden.

Die Katzenstreu muss somit nicht ständig gewechselt werden. Sie können die Streu alle ein bis zwei Wochen erneuern. Vorsicht: Die Streu hat eine hohe Haftbarkeit, es kann sich deshalb auch schnell im Fell der Tiere festsetzen. Katzen mit langen Haaren sollten dieser Streu nicht ausgesetzt werden. Auch Babykatzen dürfen nicht mit klumpender Streu in Kontakt kommen. Falls Sie diese essen kann es zu Verdauungsstörungen kommen. Die klumpende Streu zählt als günstiges Katzenstreu.

Hier nochmal alle Vor- und Nachteile im Überblick:

Vorteile

  • Sparsam
  • Ergiebig
  • Muss selten gereinigt werden

Nachteile

  • Verklebt schnell im Haar
  • Nicht für Babykatzen geeignet

2. Die nicht klumpende Katzenstreu

Die nicht klumpende Streu ist als pflanzliches Katzenstreu und mineralisches Katzenstreu erhältlich.
Die saugstarken Körner und Pellets nehmen den Urin und Kot auf und binden den Geruch. Ein wesentlicher Unterschied zur klumpenden Streu ist, dass die Reinigung wesentlich umfangreicher ist. Dass Streu muss alle zwei Tage komplett ausgetauscht werden. Das bedeutet, wesentlich mehr Arbeit. Allerdings können die Körner weniger schnell verkleben.

Hier nochmal alle Vor und Nachteile im Überblick.

Vorteile

  • Kann nicht im Fell verkleben
  • Sehr saugfähig
  • Sieht gut aus

Nachteile

  • Muss öfter gereinigt werden
  • Geht schneller leer

Wie bereits erwähnt kann die Katzenstreu aus unterschiedlichen Materialien hergestellt werden. Wir stellen Ihnen die gängigsten vor.

3. Die mineralische Streu

Hier handelt es sich um eine Klumpenstreu. Die Streu besteht aus einer Mischung von Tonmineral, auch Bentonit genannt. Viele Katzenbesitzer bezeichnen die Bentonit Streu als gutes Katzenstreu. Es klumpt sehr gut, kann sparsam verwendet werden und ist kostengünstig. Ein Liter Katzenstreu ist für 20 Cent erhältlich. Silikatstreu kostet pro Liter einen ganzen Euro mehr. Mineralstreu ist nahezu in jedem Einzelhandel erhältlich. Natürlich gibt es bei mineralischer Streu auch Nachteile. Wer größere Mengen kaufen möchte, wird mit dem schweren Gewicht konfrontiert. Außerdem staubt die Streu sehr stark. Gerade beim Befüllen kann das sehr unangenehm sein. Allergikern ist von dieser Streu abzuraten.

Ein weiterer Nachteil: Die mineralische Streu ist nicht biologisch abbaubar und kann nur über den Restmüll entsorgt werden.

Hier nochmal alle Vor- und Nachteile:

Vorteile

  • Klumpt
  • Kostengünstig
  • Ist überall zu kaufen
  • Sparsam

Nachteile

  • Schwer
  • Staubig
  • Nicht biologisch abbaubar

4. Silikat Katzenstreu

Die Silikat Katzenstreu ist aus Kalk, Quarz und Wasser gefertigt. Dieser Stoff findet sich auch in Windeln und Binden wieder. Das ist auf die hohe Saugfähigkeit und die Bindung von Gerüchen zurückzuführen. Silikatstreu klumpt nicht, muss somit aber auch häufiger ausgetauscht werden. Das ist aber abhängig von der jeweiligen Marke. Keime können von Silikat ideal eingeschlossen werden. Es hat eine hygienische und antibakterielle Wirkung. Außerdem ist Silikat sehr leicht, lässt sich beim Einkauf also super transportieren.

Das geringe Gewicht hat aber auch einen Nachteil. Der Streu bleibt hierdurch leicht im Fell und an den Pfoten der Tiere hängen. Das hat den Nachteil, dass es sich besonders rasch in der ganzen Wohnung, dem Haus verteilt. Sie müssen also regelmäßig putzen und saugen.

Eine Katzenstreu Matte kann jedoch den größten Teil der Streu abfangen. Durch die staubarme Eigenschaft ist das Streu auch für Allergiker prima geeignet. Allerdings ist Silikatstreu wesentlich teurer als klumpende Streu. Nicht zu unterschätzen ist auch das Gereich der Kugeln, wenn diese auf dem Fußboden umherkullern.

Vorsicht: Für Babykatzen darf keine Silikatstreu genutzt werden, durch den Verzehr besteht Vergiftungsgefahr.
Hier nochmal alle Vor- und Nachteile im Überblick:

Vorteile

  • Riecht gut
  • Wirkt antibakteriell
  • Wenig Gewicht, somit leicht zu transportieren
  • Wenig Staub

Nachteile

  • Es entstehen keine Klumpen
  • Bleibt schnell im Fell kleben
  • Kann schnell verschluckt werden
  • Teurer als Bentonit

5. Bio Katzenstreu

Auch Naturstreu ist eine mögliche Alternative. Die Streu besteht lediglich aus natürlichen Materialien. Darin enthaltene Stoffe sind beispielsweise Holz, Mais oder Papier. Alle Bestandteile sind umweltfreundlich und stammen aus nachwachsenden Rohstoffen. Umweltbewusste Katzenliebhaber liegen mit dieser Streu genau richtig. Sie können die Reste problemlos über den Kompost oder die Biotonne entsorgen.

Auch Naturstreu kann klumpen bilden, allerdings kommt es hier auf die Sorte an. Die Streu ist als eines der wenigen Katzenstreu die auch für Babykatzen geeignet ist. Die Streu enthält kaum giftige Stoffe und bildet keine Klumpen, welche den Verdauungstrakt schädigen können.

Besonders gute Klumpen bildet Streu aus Mais. Außerdem kann Maisstreu weniger an Fell und Pfoten haften bleiben. Ein weiterer Vorteil von Naturstreu: Sie staubt kaum. Auch das geringe Gewicht spricht für den Einkauf. Allerdings ist Naturstreu wie Maisstreu oft nicht im Einzelhandel erhältlich. Es kann aber problemlos Online bestellt werden.

Hier nochmal alle Vor- und Nachteile von Naturstreu im Überblick:

Vorteile

  • Bildet Klumpen
  • Verschiedene Materialien
  • Leicht
  • Nachhaltig
  • Bindet Gerüche
  • Wenig Staub

Nachteile

  • Bleibt an Fell und Pfoten haften
  • Ist nicht überall im Einzelhandel erhältlich

Was sollten Sie beim Kauf unbedingt beachten?

Saugfähig

Die Streu sollte möglichst saugfähig sein. Egal ob klumpende oder nicht klumpende Streu, in der Regel haben beide Sorten gute Saugfähigkeiten. Allerdings kommt es hier stark auf den Hersteller an. Viele Hersteller geben die Saugfähigkeit auf der Verpackung an. Oftmals wird die Aufnahme der Feuchtigkeit in Prozent angegeben. Eine gute Streu sollte mindestens 180 Prozent Feuchtigkeit aufnehmen. Umgerechnet in Milliliter sind das 180 Milliliter auf 100 Gramm Streu.

Staub

Eine gute Streu sollte kaum stauben. So werden Katze und Mensch nicht gestört. Staub ärgert Besitzer und verunreinigt Haus oder Wohnung. Allerdings kann der Staub für die Katze auch sehr gefährlich werden. Bentonit beinhaltet teilweise Feinstaubpartikel, diese können die Lunge nachhaltig schädigen. Allergiker sollten in keinem Fall auf diese Streu zurückgreifen. Bio Katzenstreu bildet kaum Staub.

Ergiebig

Natürlich spielt die Ergiebigkeit für den Geldbeutel eine wichtige Rolle. Je ergiebiger, desto weniger Streu muss nachgekauft werden. Klumpende Streu ist meist wesentlich lohnenswerter als nichtklumpende. Achten Sie in jedem Fall auf einen guten Hersteller. Ist die Klumpenstreu sehr günstig, bildet diese nur schlecht Klumpen, sie können beim Aussieben zerfallen. Investieren Sie lieber in eine hochwertige Klumpenstreu. Auf der Verpackung befinden sich keine genauen Angaben zur Ergiebigkeit.

Gerüche und Düfte

Katzenstreu muss im Idealfall gut riechen. Kot- und Uringeruch in der eigenen Wohnung, im Haus ist sehr unangenehm und verschreckt Gäste und Bewohner. Hier ist Klumpenstreu klar im Vorteil. Die Klumpen können dank der Saugkraft Gerüche ideal binden.

Einzelne Hersteller verwenden zusätzlich Duftstoffe. Manche Streu duftet nach Zitrone, Orange oder Lavendel. Katzen finden diese Gerüche eher unangenehm. Kaufen Sie lieber eine Streu ohne künstliche Duftstoffe. Naturkatzenstreu, beispielsweise aus Holzfasern, riecht von Natur aus sehr angenehm.

Füllen und Reinigen

Natürlich muss ein Katzenklo auch vernünftig gereinigt und befüllt werden. Hierfür benötigt es einige Utensilien und das richtige Vorgehen.

Die Schaufel

Um eine Katzentoilette zu reinigen, ist die Schaufel unverzichtbar. Dabei muss die Gitterschaufel auf die Körnung der Streu angepasst sein. Grobe Streu erfordert eine Schaufel mit großem Raster. Für feine Streu bedarf es einer Schaufel mit kleinen Löchern.

Die richtige Höhe

Die meisten Hersteller empfehlen das Klo mit mindestens sieben Zentimetern Streu zu befüllen. Wenn Sie weniger Streu verwenden, kann Urin und Kot mit dem Boden in Kontakt kommen. Das würde Ihnen deutlich mehr Arbeit während der Reinigung machen. Auch die Katzen finden es angenehmer, wenn Sie Kot und Urin besser vergraben können.

Langsam einfüllen

Wer die Streu langsam einfüllt kann eine Menge Staub einsparen. Hierfür die Streu einfach ganz langsam in kleinem Abstand zum Behälter einfüllen.

Regelmäßig wechseln

Die Streu muss regelmäßig gewechselt werden. Selbst beste Katzenstreu kann Zerfallen und die Toilette verunreinigen. Die Wanne sollte mindestens einmal in der Woche vollständig geleert, gesäubert und im Anschluss gut ausgespült werden. Anschließend gilt es diese mit frischer Streu zu befüllen. Verwenden Sie für die Füllung ein neutrales, geruchloses Reinigungsmittel.

Katzenstreu entsorgen

Im Idealfall sollten Sie die Streu über den Restmüll entsorgen. Biologische Streu kann eigentlich über die Biotonne oder den Kompost entsorgt werden, da dieses biologisch abbaubar ist. Allerdings verbieten das viele Gemeinden. Die Streu enthält Kot und Urin, welche Bakterien bilden. Daher darf ordnungsgemäß nur biologische Reststreu über die Biotonne entsorgt werden. Katzenstreu entsorgen also im besten Fall über den Restmüll.

Welche Katzenstreu ist bestes Katzenstreu?

Bestes Katzenstreu ist von mehreren Faktoren abhängig. Ein Katzenstreu-Test im Internet kann Sie in Ihrer Auswahl unterstützen. Katzenstreu Bestseller ist die Silversand Katzenstreu. Sie duftet nach Babypuder und ist staubfrei. Eine weitere Katzenstreu Empfehlung ist die Biokats Katzenstreu. Auch diese Streu ist staubfrei und somit ideal für Allergiker geeignet.

Eine gute Katzenstreu ist unabdingbar damit sich Besitzer und Tier wohlfühlen. Im Idealfall ist diese geruchsneutral, bindet Gerüche von Kot und Urin lässt sich leicht transportieren und ist nachhaltig. Auch eine Klumpenbildung ist von Vorteil. Für welche Streu Sie sich entscheiden, bleibt Ihnen überlassen. Achten Sie aber in jedem Fall darauf, dass dem Tier kein nachhaltiger Schaden hinzugefügt wird. Babykatzen sollten mit keiner klumpenden Streu in Berührung kommen, hier eignet sich Naturstreu. Ein Katzenstreu-Vergleich oder Katzenstreu Test im Internet kann Sie in Ihrer Entscheidung unterstützen.

Produkte im Überblick -Katzenstreu Bestenliste 2021

Weiterführende Links und Ratgeber zu Katzenstreu

https://de.wikipedia.org/wiki/Katzenklo

Von Thomas

Ich ergänze seit 2021 das Team rund um Expertenwahl. Am liebsten beschäftige ich mich mit Vergleichen rund ums Thema Elektronik, Sport & Freizeit sowie alle möglichen Haushaltsgegenstände.

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